
Die Forschungsgruppe „Medienpsychologie und Medienwirkung" beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit zentralen Themen der Rezeptions-, Selektions- und Wirkungsforschung. Im Mittelpunkt stehen die Selektion und Rezeption von Medienangeboten und deren Wirkung auf Gefühle, Denk- und Urteilsprozesse, Wissen, und Handlungen. Dabei konzentriert sich die Forschung auf zwei Schwerpunkte: Persuasionsforschung und Emotionsforschung.
Beim Schwerpunkt „Persuasionsforschung" geht es etwa um folgende Fragen:
- Wie beeinflussen Medienangebote die öffentliche Meinungsbildung?
- In welcher Weise wirken sie verstärkend, abschwächend oder meinungsändernd aus?
- Welche Schutzmechanismen wenden Rezipienten gegen Persuasionsversuche an und wann kommen sie zum Einsatz?
- Welche Handlungsabsichten und Handlungen resultieren aus diesen Medienwirkungen (z.B. Kaufverhalten, Abstimmungsverhalten)?
Beim Schwerpunkt Emotionsforschung werden beispielsweise folgende Fragen untersucht:
- Wie werden emotionale Medieninhalte vom Publikum wahrgenommen?
- Welche Rolle spielen Emotionen bei der Verarbeitung von Medienbotschaften?
- Wie regulieren Rezipienten ihre Emotionen bei der Nutzung von Medienangeboten und wie bewältigen sie emotional belastende Mediennutzungssituationen?
- Reagieren emotionale Rezipienten anders auf emotionale Medienangebote als Menschen, die im Alltag eher wenig emotional sind und werden dadurch mögliche Wirkungen verstärkt?
Ein besonderes Interesse gilt der Verknüpfung beider Schwerpunkte, z. B. bei der Frage, welche Rolle Emotionen bei der Meinungsbildung einnehmen. Diese Schwerpunkte finden sich in sechs kommunikationswissenschaftlichen Anwendungsgebieten:
- Politische Kommunikation
- Werbekommunikation
- Unterhaltungskommunikation
- Finanzkommunikation
- Onlinekommunikation
- Methoden